1. Juni: Sag Nein zu Milch – Auftaktveranstaltung am Kleinen Willy-Brandt-Platz

Den von der Milchlobby eingeführten „Tag der Milch“ beantworteten die tierbefreier*innen Leipzig am Samstag mit einem Infostand am Kleinen Willy-Brandt-Platz bei viel Wind und heißem Schokoladen- HAFER-Drink.
Zwischen Hauptbahnhof und Nikolaistraße, die direkt in die City führt, suchten und fanden wir die Begegnung mit zahlreichen Passant*innen, die unseren Infostand gegenüber vom LVB-Turm kreuzten. Neben Informationen und Gesprächen zum Thema Tiermilch und der damit verbundenen Tierausbeutung, gab es leckere, selbstgebackene, vegane Kuchen zu verköstigen, die für Begeisterung sorgten. Ein echtes Highlight stellte die heiße Schokolade aus Hafermilch dar, die trotz – oder gerade wegen des – bewölkten Himmels und tobenden Winden die Gemüter aller Interessierten und natürlich auch der Aktivist*innen erwärmte.

Der sogenannte „Tag der Milch“ wird seit über 55 Jahren jedes Jahr international am 01. Juni beworben. In Deutschland sorgt dafür vor allem die Initiative Milch, ein Zusammenschluss von Selbstständigen und Unternehmer*innen aus der Milchindustrie, deren selbst erklärtes Ziel der „Aufbau eines zeitgemäßen, emotionalen Images von Milch und Milchprodukten“ ist. Ein Blick auf Fernsehwerbung und Printmedien zeigt, worin dieses bewusst produzierte Bild bestehen soll: In der Vorstellung, Milchkühe verbrächten den lieben langen Tag auf der grünen Wiese um dem Menschen ihre Milch zu geben. Mit unserem Infostand anlässlich der neuen Sag-Nein-zu-Milch-Kampagne haben wir begonnen auf diese Romantisierung der tagtäglichen Tierausbeutung aufmerksam zu machen. Auch vielen von uns waren lange Zeit die Bedingungen, unter denen Milch produziert wird und nur produziert werden kann, nicht bewusst: Die sogenannten „Milchkühe“ gebären alle neun Monate ein Kalb, das oft wenige Tage nach der Geburt von seiner Mutter getrennt wird um dann mit sogenannten „Milchaustauschern“ aufgezogen zu werden und nach kurzer Zeit geschlachtet oder selbst zur „Milchmaschine“ zu werden. Als Tierrechtsgruppe fordern wir nicht bessere Haltungsbedingungen, sondern das Ende aller Formen der Tiernutzung.
Einige unserer neuen Tierrechtsaktiven waren äußerst positiv überrascht von den zahlreichen Gesprächen, die sich am Infostand ergeben haben. Die vielen Leckereien machten den interessierten Passant*innen Lust auf mehr und die ausgestellten Milch-Alternativen werden hoffentlich vielen beim nächsten Supermarkt-Einkauf ins Auge springen. Besonderen Dank gilt natürlich auch L.E. Cupcakes, deren wunderhübsche und uns sehr günstig überlassene Cupcakes ein ganz besonderer Hingucker waren.

Alle, die nun Lust auf eigenen Aktivismus bekommen haben, sollen sich gerne jeder Zeit bei uns melden. Unterstützen könnt ihr die Kampagne außerdem, indem ihr die hier ausdruckt und in der Stadt verklebt.

Sag Nein Zu Milch Kampagnenseite (für Aktive)
Sag Nein Zu Milch Informationsseite (für Passant_innen)
Sag Nein Zu Milch Kampagne auf Facebook

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